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WasserbettWasserbett allg.
Wer einmal das ganz besondere Schlafgefühl sucht, sollte sich mit der Anschaffung eines Wasserbettes beschäftigen. Mit seiner gesamten Vielfalt zieht das Wasserbett vermehrt Aufmerksamkeit auf sich. Dabei hat das Wasserbett eine jahrhunderte lange Tradition.
Spuren des Wasserbettes
Dabei hat diese Form des Bettes, bei dem sich in der Matratze Wasser befindet, eine sehr lange Geschichte. Diese kann bis in die Urzeit zurückverfolgt werden und vermittelt damit, dass schon die damaligen Völker dieses Bett zu schätzen wussten. Dies galt insbesondere für die nomadischen Wüstenvölker, die ein ähnliches System anwandten. Nur wurden damals Ziegenhäute verwendet, wobei mehrere miteinander verbunden waren. Angebunden wurden diese Häute, die mit Wasser aufgefüllt wurden, an ihre Kamele. Wenn nun während des ganzen Tages die Sonne darauf schien, so konnte sich das Wasser erwärmen. Dabei hielt sich die Wärme bis weit in die Nacht, so dass die Menschen es warm hatten, wenn sie schlafen gingen. Schließlich war das Wasser nun erhitzt und gab die Wärme ab.
Erster Einsatz für die Medizin
Es war wenige Jahre vor Ende des 19. Jahrhunderts, als Ärzte eine dem Wasserbett ähnliche Variation in ihrer Arbeit zu nutzen. Gefüllte Wasserbecken wurden dabei mit Kautschukplanen überzogen. Bekam Ärzte nun Patienten mit schweren Verbrennungen, wurden diese in ein derartiges Bett gelegt. Damit hatten die Ärzte einen guten Weg gefunden, damit die Patienten nicht mehr so große Schmerzen empfinden mussten. Der Druck, den manche Patienten beim Liegen empfunden haben, war bei diesem Bett nicht mehr zu spüren. In diesem Zusammenhang wird oft von einem so genannten hydrostatischen Bett gesprochen.
Das Wasserbett im 20. Jahrhundert
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde damit begonnen, das Wasserbett für den Gebrauch zu Hause zu entwerfen. So wurden die ersten Wasserbetten in den Jahren nach 1960 bekannt. Für diese Betten wurden dann Kampagnen entworfen, um diese noch bekannter zu machen. Bei den ersten Betten handelte es sich so genannte Hardside-Wasserbetten.
Ganz bekannt bei der Konstruktion von Wasserbetten ist in diesem Zusammenhang der Amerikaner Charles Hall, der als einer der Pioniere gilt. Er hatte im Jahr 1986 den Gedanken, sich die Idee des Wasserbettes patentieren zu lassen. Nur scheiterte er mit diesem Versuch. Als Begründung gab das zuständige Patentamt an, dass bereits in einigen Science-Fiction-Romanen der Hinweis auf Wasserbetten gegeben wäre. Damit hätten sich die Wasserbetten bereits etabliert, da sie beschrieben worden sind.
Das Wasserbett heute
Nach dieser Vorstellung der Geschichte folgt nun der Blick auf das heutige Wasserbett. Mittlerweile gibt es sechs grundlegende Modelle, die für den Gebrauch zu Hause entwickelt wurden. Es handelt sich dabei um die nachfolgenden Modelle:
Softside Gegeben ist hier eine thermoisolierende Schaumstoffwanne, deren Einbau in jedes Bett erfolgen kann. Außerdem gibt es die Möglichkeit, dass die Schaumstoffwanne freistehen kann. Das angenehme bei diesem Schaum ist sicherlich, das dieser in fünf Varianten zur Auswahl zur Verfügung steht. Beispiele hierfür sind Normalschaum sowie Normal-Visco-Schaum. In ihr befindet sich ein Wasserkern oder eine Wassermatratze. Zu dieser Form der Betten gehört außerdem der passende Sockel, der individuell ausgewählt werden kann. Unter Umständen kann zwischen mindestens drei Sockeln für das Bett die Auswahl getroffen werden. Diese können in den verschiedensten Hölzern ausgearbeitet worden sein.
Hardside In diesem Fall bedeutet es, dass ein stabiler Möbelrahmen gegeben ist, der dem Wasserkern Halt gibt. Allerdings werden diese Betten nicht mehr so häufig angeboten.
Masterpiece Ebenfalls ist hier ein Möbelrahmen gegeben, der in diesem Fall gepolstert ist. In diesen Modellen findet eine Kombination von positiven Eigenschaften der Softside- und Hardside-Wasserbetten statt.
Niveau Der hier existierende Wasserkern besitzt einen Ausgleichstank, da die Benutzer der Betten unterschiedliche Gewichte besitzen.
Leichtgewicht Die Füllhöhe dieses Modells ist sehr gering. Als Untergrund können hier die typischen Matratzen dienen.
Höhenverstellbar Derartige Modelle besitzen ein Fußteil sowie ein Kopfteil, das flexibel verstellt werden kann.
Als Sondermodell zeigt sich hier zum einen das Gelbett. Dieses zeichnet sich durch eine Gel-Masse aus, die nach eigenen Wünschen mit einem Granulat gemischt worden ist. Ein weiteres Sondermodell sind die Schlauchsysteme, die eine Wassermatratze besitzen. Eingeschränkt ist hier der Effekt der Verdrängung. Mit diesen Betten ist es möglich, jederzeit umzuziehen, da sie sich leicht transportieren lassen.
Individuell auf die verschiedensten Ansprüche lassen sich hierbei die Wasserbetten zusammenstellen.
Natürlich schreitet die Entwicklung bei den Wasserbetten weiter fort. Mittlerweile gibt es beispielsweise Kunststoffprofile, in die Dekorplatten eingefügt wurden. Diese Profile ersetzen nunmehr verstärkt den Schaumrahm, der unten am Bett vorhanden ist.
Unterschiedlich sind die Beheizungsmöglichkeiten der Wasserbetten. Dabei kann es sich um Keramikheizelemente, Carbonheizungen und Folienbeheizungen handeln. Auch wenn des Nachts die Heizelemente nicht mit Strom versorgt werden, bleibt die Wärme des Wassers doch erhalten. Eine Wassermatratze, die nicht regelmäßig beheizt wird, kann für Schimmelbildung empfänglich sein. In diesem Fall ist es vorher zur Kondensation von Luftfeuchtigkeit gekommen.
Wichtig ist dabei außerdem, dass die Möglichkeit zur Auswahl verschiedener Auflagen gegeben ist. Dabei können diese durchaus als Wendeauflagen erarbeitet worden sein. Verschiedene Materialien wie beispielsweise Kaschmir können dem Schlaf einen besonders luxuriösen Hauch verleihen.
Verschiedene Wellenberuhigungsgrade oder Nachschwingzeiten bestimmen das Bild der Wasserkerne. Dies hängt von der Anzahl der Vlieseinlagen ab, die sich im Wasser befinden. Je höher die Anzahl ist, desto mehr Stabilität kennzeichnet die Fläche des Liegens. Möglich sind beispielsweise bis zu sechs Vlieseinlagen. Von Nachschwingungen ist in diesem Fall immer weniger zu spüren, da es bis zur kompletten Beruhigung maximal lediglich etwa drei Sekunden.
Die Stoffbezüge der Wasserbetten können in einem die Fläche des Bettes abdecken. Sind die Betten jedoch größer als 180 mal 200 Zentimeter können diese Bezüge geteilt werden. Schließlich können die Bezüge in der Maschine gewaschen werden. So kann die Wäsche bequem zu Hause vorgenommen werden. In der Regel können die Bezüge außerdem in den Trockner gegeben werden. Anschließend können die Bezüge wieder die Feuchtigkeit vom Schwitzen gut aufnehmen. Im Laufe eines Tages steigt dann Wärme auf, so dass dann die Feuchtigkeit wieder abgegeben wird.
Berücksichtigt werden sollte beim Erwerb eines Wasserbettes, dass dieses laufende Kosten verursacht. Die Haltbarkeit eines Wasserbettes wird um ein Vielfaches erhöht, wenn von Anfang an die Pflegemittel regelmäßig verwendet werden. Beispielsweise sollte die Wasserkernfolie alle drei Monate gereinigt werden. Die speziellen Reiniger dafür sind im Fachgeschäft erhältlich. Ebenso sollte das Wasser regelmäßig mit einer Konditionierlösung jährlich behandelt werden. Dann kann ein Wasserbett schon einmal eine längere Lebensdauer als nur zwölf Jahre besitzen. Variabel ist zudem die Lebensdauer vom Vinyl des Wasserbettes sowie der Schweißnähte.
Das Wasserbett ist ein angenehmer Weg, den Schlaf durch Komfort zu bereichern. Schließlich kann das Schlafzimmer ein ganz anderes Klima, das sich durch die Trockenheit auszeichnet. Und somit zieht die Gesundheit in den Schlaf mit ein.
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